Der Auswahlprozess

Die Reallabore wurden anhand einer Reihe von allgemeinen und themenspezifischen Kriterien ausgewählt. So sollen die Gebiete es zuallererst ermöglichen, die genannten Themenschwerpunkte zu beforschen. Sie sollen gleichzeitig eine möglichst hohe Vielfalt abdecken, etwa hinsichtlich Lage, Bebauungsstruktur und Eigentümerstruktur. Auch ist es ein Ziel, mit unterschiedlich großen Reallaboren zu arbeiten, von kleineren Quartieren bis hin zu Stadtteilen.

Wichtige weitere Kriterien für die Auswahl waren:

  • Eine hohe Übertragbarkeit auf andere Gebiete in Berlin;
  • Ein hohes Potenzial, einen Beitrag zur Klimaneutralität zu leisten;
  • Eine gute Datenverfügbarkeit (Vorerhebungen zu Gebäuden, Eigentümern, Verbräuchen etc. sollten vorliegen);
  • Das Vorhandensein eines Ansprechpartners/ Akteursnetzwerks vor Ort.

Auch ist es wichtig, dass das Zeitfenster passt – so sollten einige Daten bereits vorliegen, aber noch keine konkrete Konzeptidee für die zukünftige Wärmeversorgung des Quartiers erstellt sein.

Das Projektteam prüfte eine Vielzahl von Gebieten innerhalb Berlins auf ihre Eignung für die Fragestellungen des Projektes. Die Gebietsliste basierte auf eigenen Recherchen zu den laufenden Prozessen in Berlin. Zahlreiche Akteure reichten zudem per E-Mail und auf den bisherigen Veranstaltungen Vorschläge für Gebiete ein. Kandidaten waren unter anderem die Altstadt Spandau, Green Moabit, Neu-Tempelhof, die Mierendorff-Insel und die Schöneberger Linse. Das Projektteam bewertete anhand der Kriterien und nach einer weiterführenden Prüfung als bestgeeignete Gebiete den Klausenerplatz-Kiez und die Dörpfeldstraße.